November 30, 2021

Handschriftenerkennung mit dem reMarkable

Ich habe die Szenen für meine Romane immer gerne mit der Hand geschrieben, denn es „fließt“ bei mir einfach leichter aus dem Kopf in die Finger, als in die Tastatur eines Computers. Doch als ich das Schreiben zum Hauptberuf gemacht habe, musste ich mir angewöhnen, direkt in die Tastatur zu hämmern, weil alles andere viel zu zeitaufwendig wäre.

Im letzten Jahr gab es den neuen ReMarkable und die Verlockung war groß, denn das Gerät versprach, Handschrift per Knopfdruck in Druckschrift umwandeln zu können. Ich habe mir den reMarkable gekauft und versprochen, über meine Erfahrungen zu berichten. Hier ist mein Fazit nach 3 Monaten des täglichen Gebrauchs:

Das Schreibgefühl war von Anfang an sehr gut. Während ich mit Kugelschreiber oder Bleistift leicht verspannte Schultern bekomme, blieb ich beim Schreiben auf dem Remarkable von Anfang an locker. Man übt praktisch keinen Druck aus, sondern der Stift gleitet weich über die Schreibfläche. Das war für mich auf Anhieb purer Genuss. Die Bedienung und Dateiorganisation ist intuitiv sofort greifbar, ich brauchte keine Bedienungsanleitung.

Am Anfang hatte ich häufige Fehler, da mein handschriftliches „u“ und „n“ sich sehr ähnlich sehen, und weil ich den Punkt vom „i“ sehr gerne etwas versetzt, anstatt genau darüber schreibe, so wurde ein „dein“ leicht zu einem „deui“

Ich habe mich dann selbst etwas erzogen und am Anfang langsamer geschrieben, um solche Fehler zu vermeiden, aber anscheinend hat sich auch das Gerät an meine „Klaue“ gewöhnt. Mittlerweile schreibe ich flüssig so, wie auf dem oberen Bild zu sehen, in normaler Geschwindigkeit und habe dann pro DIN A4 Seite Druckschrift im Durchschnitt zwei bis drei Fehler – das entspricht ungefähr auch meiner persönlichen Tippfehler -Quote, wenn ich direkt am Laptop arbeite.

Fazit:

Obwohl ich mit 10 Fingersystem tippe, bin ich handschriftlich schneller und das Arbeiten (Denken) strengt mich weniger an, wenn ich mit der Hand schreiben kann. Das Formulieren der Szenen fällt mir leichter und ich spare Zeit.

Für mich war die Anschaffung des Gerätes eine gute Entscheidung.

Ich habe den reMarkable zum normalen Preis gekauft und keine weiteren Verbindungen zum Hersteller. Dies ist keine Werbung, sondern ein Bericht über meinen persönlichen Erfahrungen.

Sabine Bruns

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